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Nachbericht "Der Rashōmon-Effekt"

Wahrheit und Wahrnehmung
Nachbericht "Der Rashōmon-Effekt"
Strategie Austria
Published on
3.4.2025
2
min read

Unter dem Titel ,How to understand „Rashōmon“?´ lud Strategie Austria zur Frühstücksveranstaltung im A1 Learning Hub. Unter dem hochkarätigen Podium mit der evangelischen Pfarrerin Judith Schnizlein, dem Top Journalisten Walter Hämmerle, dem erfolgreichen Werber Peter Dirnberger und dem Kommunikations-Profi Martin Weinand entwickelte sich eine anspruchsvolle und diskursiv und teilweise  hitzig geführte Diskussion zu den Begriffen Wahrheit und Lüge.

Der Rashomon-Effekt beschreibt eine Situation, in der verschiedene Personen dasselbe Ereignis unterschiedlich wahrnehmen und widersprüchlich wiedergeben und führt auf Akira Kurosawas Meisterwerk aus 1950, den Film „Rashōmon“  zurück.

Anhand der „Checker-Shadow Illusion“ von Edward H. Adelson zeigt Martin Weinand, dass unsere Wahrnehmung uns täuschen kann. Jeder nimmt die Wahrheit anders wahr, was uns vorsichtiger und respektvoller im Umgang miteinander machen sollte.

Wahrheit ist oft interpretationsabhängig und durch Perspektiven beeinflusst. Historische Ereignisse, Religion und Medien zeigen, dass Wahrheiten sich wandeln können. „When the legend becomes fact, we print the legend.“ (Beispiel: The Man Who Shot Liberty Valance) zitiert Hämmerle ein anderes Meisterwerk der Filmgeschichte aus seinem Lieblingsgenre, dem klassischen Wester.

Medien berichten aus unterschiedlichen Blickwinkeln und interpretieren Wahrheit oft subjektiv. Insbesondere Qualitätsjournalismus wird als besonders manipulierend kritisiert, da er oft glaube die „Wahrheit“ gepachtet zu haben, mein Peter Dirnberger. Politische Entscheidungen basieren oft auf bestimmten Narrativen, die als „Wahrheit“ verkauft werden. Die Frage ist, wie weit Narrative manipulativ sein dürfen, um eine funktionierende Gesellschaft zu erhalten.

Den moralischen Aspekt bringt Schnizlein in die Diskussion ein: Wahrheit kann moralisch aufgeladen sein. Lügen sind nicht immer negativ, Wahrheit nicht immer positiv. Wahrheit ist nicht nur eine Bestätigung von Fakten.  Was mache ich, wenn ich ein jüdisches Kind am Dachboden verstecke, muss ich dann die Wahrheit sagen? Nein, da geht es mehr um Wahrhaftigkeit.

Wahrheit ist ein komplexes, oft subjektives Konzept. Während Fakten existieren, wird ihre Bedeutung durch individuelle Wahrnehmung und Narrative geformt. Gesellschaft, Politik und Medien müssen sich mit dieser Mehrdimensionalität auseinandersetzen, um funktionierende Gemeinschaften zu gestalten.

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